Daniel Rothenbücher

Bezirksvorsitzender

Jahrgang 1985 aus Fürth
Beruf: Texter
Politische Schwerpunkte: Bildungspolitik, Medien- und Kulturpolitik

Ich bin in die SPD eingetreten, weil ich mich aktiv für ein stärkeres positives Miteinander in unserer Gesellschaft einsetzen will, gegen Angstmacherei und Parallelgesellschaften. Das beste Fundament für eine solche positive Gesellschaft sind für mich genau die Grundwerte der SPD: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Alle drei sind keine Selbstverständlichkeit in unserer Demokratie, deswegen gilt es mehr denn je, für sie zu kämpfen – in einem fairen, konstruktiven Dialog.

Vanessa Dippel

Stellv. Bezirksvorsitzende

Sprecherin Jusos Oberasbach, stellv. Bezirksvorsitzende SPDqueer Mittelfranken
Jahrgang 1992 aus Oberasbach
Beruf: Heilerziehungspflegerin
Politische Schwerpunkte: Jugendpolitik, Feminimus, LGBTIQ*-Rechte, Bildungspolitik

Niemand soll aufgrund des Geschlechts, der Hautfarbe, der Bildung, der sexuellen Orientierung oder des Herkunftslandes diskriminiert werden. Über den Bezirksvorstand will ich dafür sorgen, dass Politik wieder in die Köpfe der Jugendlichen gelangt und damit die soziale Gerechtigkeit, die Freiheit und die Solidarität auch in Zukunft nicht ausstirbt.

Nils Dörrer

Stellv. Bezirksvorsitzender

Stellvertretender Vorsitzender Juso-Unterbezirk Erlangen
Vorsitzender Juso-Kreisverband Erlangen-Höchstadt
Beisitzer Jusos Vorstand der SPD Höchstadt
Jahrgang 1996 aus Höchstadt
Beruf: Student, VHS-Dozent, Hiwi an der FAU
Politische Schwerpunkte: Bildungspolitik, Umweltpolitik

Ich will dass die Politik sich um die großen Belange der Menschen kümmert und glaubwürdig und standhaft ist. Die Zukunft beginnt in den Köpfen der jungen Generation, dazu braucht sie eine gute Bildung. Außerdem muss der Klimawandel endlich wirksam bekämpft werden.

Marco Mauer

Stellv. Bezirksvorsitzender

Stellv. Vorsitzender Juso-Unterbezirk Fürth
Jahrgang 2000 aus Fürth
Beruf: Schüler
Politische Schwerpunkte: Bildung, Digitalisierung, innere Sicherheit

Ich bin in der SPD, weil ich meine Zukunft selber mitgestalten und mich aktiv einbringen möchte. Mir ist wichtig, dass die Sozialdemokratie dabei hilft, dass soziale Grenzen überwunden werden und darum Abschottung und Diskriminierung den Kampf ansagt. Innerparteilich möchte ich, dass die Jusos zu modernen Vorreitern werden, was eine effektive, dem 21. Jahrhundert würdige Parteiarbeit angeht.

An Phan

Stellv. Bezirksvorsitzende

Stellvertretende Vorsitzende der Jusos Nürnberger Land
Beisitzerin AsF Nürnberger Land
Vorstand Juso-Unterbezirk Nürnberger Land

Jahrgang 1998 aus Neunkirchen am Sand
Beruf: Studentin
Politische Schwerpunkte: Frauen- und Gleichstellungspolitik, Intergration und Migration, Bildungspolitik

In unserer heutigen Gesellschaft ist es ein Privileg politisch aktiv sein zu können. Ich will mich für alle einsetzen, die dieses Privileg nicht haben und ihre Stimme nicht gegen die Ungerechtigkeit in diesem Land erheben können. Besonders in den Bereichen der Gleichstellung, Integration und Migration und der Bildungspolitik will ich etwas bewegen und unsere Gesellschaft zu einer gerechteren machen. Deswegen bin ich bei den Jusos und der SPD.

Dennis Sakelarides

Stellv. Bezirksvorsitzender

Jahrgang 1994 aus Hanau
Beruf: Bankkaufmann
Politische Schwerpunkte: Finanzgerechtigkeit, Antifaschismus, Feminismus, Arbeiternehmer*innenrechte, Internationale Steuerpolitik

Mir ist es wichtig, mich demokratisch an den Veränderungen zu beteiligen. Das Ziel muss es sein, dass alle Menschen mit gleichen Chancen starten können. Im Bezirksvorstand will ich mich engagieren, um die Jusos auf Bezirksebene zu stärken und eine Anlaufstelle im Bezirk Mittelfranken darzustellen, die sich auch darum kümmert, dass die ländlicheren Ebenen gut arbeiten können. Deshalb lasst es uns anpacken!

Janine Tiefel

Stellv. Bezirksvorsitzende

Jahrgang 1998 aus Nürnberg
Beruf: Studentin
Politische Schwerpunkte: Umweltschutz, Antifaschismus, Flüchtlingspolitik

Das Thema Umweltschutz wird immerzu hinten angestellt. Dem möchte ich entgegentreten und den Anstoß geben, uns mehr in diesem Bereich zu engagieren.

Über Geld zu reden ist kein Tabu

Warum für uns und für die AsF Mittelfranken der Equal Pay Day mehr denn je wichtig ist

Nur wenn der Weg klar sichtbar ist, weiß man auch, wo das Ziel ist und wie man da ankommt. In dem Sinne hat der Equal Pay Day (dieses Jahr am 18. März) schon lange ein Thema groß auf seiner Agenda: Transparenz. Das Wissen um die Löhne der Anderen ist ein entscheidender Schritt, um die immer noch 21-prozentige Lohnlücke in Deutschland endlich zu schließen.

Das neue Entgelttransparenzgesetz ist in der Hinsicht ein Fortschritt. Für einige Vertretungen in der SPD hat das Gesetz aber noch viel zu viele Beschränkungen. „Alle Mechanismen, die man sich überlegt hat, wurden am Ende auf Druck der Union wieder aufgeweicht, fast bis zur Unwirksamkeit. Das ist sehr enttäuschend.“, so Daniel Rothenbücher, der Bezirksvorsitzende der Jusos Mittelfranken.

Auch die Arbeitsgemeinschaft der sozialdemokratischen Frauen in der SPD (AsF) drängt auf Korrekturen. „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, dieses Prinzip muss auch zwischen den Geschlechtern voll gelten!“, sagt die stellvertretende Bezirksvorsitzende Claudia Leuschner. Mit der größte Hemmer sei dabei das 1958 eingeführte Ehegattensplitting, doch leider hierzu kein Wort im Koalitionsvertrag. Stattdessen sollen Frauen vor der Teilzeitfalle geschützt werden. „Doch was bringt das Recht auf eine Rückkehr aus der Teilzeit in Vollzeit, wenn sich das Arbeiten für verheiratete Frauen immer noch nicht lohnt?“

Vor allem zeigt der Streit um diese Gesetze, dass es unserer Gesellschaft schwerfällt, über Geld zu reden. Der sonst hoch gehaltene Pragmatismus stößt hier klar an seine Grenzen. Mehr denn je muss der Equal Pay Day genutzt werden, um dieses Tabu abzubauen. „Bereits Anfang 2014 wies ich den BPW darauf hin, dass trotz guter Kampagnenarbeit des Equal Pay Day die Wurzel des Übels bis dato nicht angegangen wurde und forderte auf, das Thema „Transparenz der Gehälter und Löhne“ auf die Agenda zu setzen!“ so Cornelia Spachtholz, Vorsitzende des Verbands berufstätiger Mütter e.V. (VBM) und Initiatorin des Equal Pension Day. Schließlich hat die Lohndiskriminierung noch ganz andere Auswirkungen: „Auf die LohnUNgleichheit folgt nach einer Lebensleistung die RentenUNgleichheit zwischen Frau und Mann, mit aktuell durchschnittlich 53 % Rentenunterschied bei eigen erworbenen Ansprüchen!“

Die beiden Arbeitsgemeinschaften der SPD werden daher auch 2018 das Thema Equal Pay aktiv in die Öffentlichkeit tragen, in den sozialen Medien und über den kommenden Sonntag hinaus. Bis das Ziel erreicht ist und das Thema Geld keines mehr ist.

#nogroko – Ein Kommentar von Daniel Rothenbücher

Das mit dem Timing ist manchmal so eine Sache…

Freitag Nachmittag – nahezu pünktlich zum Juso-Bundeskongress – lässt Martin Schulz die Katze aus dem Sack. Am Donnerstag trifft er sich auf Einladung des Bundespräsidenten mit Angela Merkel und Horst Seehofer zu einem Gespräch. Er mag es als reine Terminangelegenheit herunterspielen, doch die Intention war jedem klar und inzwischen ist sie mehr oder weniger offiziell. Ziel des Gesprächs ist es, dass die Parteivorsitzenden die Unions- und die SPD-Mitglieder auf Sondierungsgespräche vorbereiten.

Was die Juso-Delegationen in Saarbrücken dazu sagen, das dürfte ihm klar gewesen sein. Sowohl unsere alte Bundesvorsitzende Johanna Uekermann als auch unser neu gewählter Bundesvorsitzender Kevin Kühnert erinnerten Martin nach seiner Rede nochmal an das, was er mit seiner Parteiführung vier (!) Tage vorher einstimmig (!) beschlossen hat:

Keine GroKo!

Was hat sich seitdem in der Politik geändert, dass er so optimistisch in das Gespräch gehen kann? Will die Union plötzlich die Bürger*innenversicherung einführen und den Familiennachzug wieder zulassen? Wir Jusos auf jeden Fall stehen weiterhin mit breiter Mehrheit hinter dieser Aussage: Keine GroKo!

Martin Schulz hat sich beim diesem Thema entweder völlig vergaloppiert oder – noch schlimmer – sein Rückgrat nicht durchdrücken können. Aber ganz ehrlich: Mich wundert nach dieser Woche voller Querschüsse und Wendehals-Aktionen gar nichts mehr. Haltung ist offenbar ein Luxus, den man sich gönnt, bis Mutti mit dem Schlüssel vom Ministerium winkt.

Noch am Sonntag davor ist man auf der Dialogveranstaltung in Nürnberg, redet produktiv mit einer breiten Basis über #spderneuern, und dann so was. Wandern jetzt die ganzen roten und blauen Zettel ungelesen in die Mottenkiste? Ist #spderneuern abgeblasen bis 2021, aus staatspolitischer Verantwortung?

Langsam habe ich echt das Gefühl, dass keiner in der SPD-Spitze die Verheerungen sieht, die mit einer weiteren GroKo folgen können.

 

Wir als Partei sind an einem Punkt, an dem Mandate und die Frage nach Regierungsbeteiligungen mal so was von schietegal sind! Die nächsten vier Jahre geht es um die Sozialdemokratie an sich in Deutschland! Wir brauchen diese Zeit, um die SPD inhaltlich und strukturell in das 21. Jahrhundert zu bringen! Wir brauchen die Jahre für eine neue fundierte Vision von Sozialdemokratie – mit klarer Kante gegen betrügerische Konzerne, mit einer eindeutig pro-europäischen Haltung und einem Gesellschaftsentwurf, in dem endlich volle Diversität und Gleichstellung herrschen. Wie soll das bitte aus einer Regierungsverantwortung heraus gehen, als Juniorpartner der Union?

 

Schon den ganzen Wahlkampf über hat uns die Trennschärfe zur Union gefehlt. Niemand aus unserer Chefetage, allen voran Martin Schulz, hat mal wirklich klar gemacht: Wir streben keine Große Koalition an! Politisch ist das immer das allerletzte Mittel in unserer Demokratie, nicht der Regelfall. Im TV-Duell hätte er das klar machen können, aber stattdessen kam nur nur die verschwurbelte Formel „Ich will, dass die SPD stärkste Partei wird“.

 

Genau so ein Geschwurbel – davon bin ich felsenfest überzeugt – ist einer der wesentlichen Gründe, warum wir am Ende mit 20,5% rausgegangen sind!

 

Für eine Partei, die sich mit einer Juniorpartnerschaft in der GroKo zufrieden gibt, reicht das völlig. Aber das ist doch nicht unser Anspruch! Aus diesen Verheerungen muss man JETZT lernen! Mit einer weiteren GroKo werden wir diesen Wert garantiert nochmal unterbieten, bis die Sozialdemokratie in Deutschland bedeutungslos geworden ist.

Es ist ja nicht so, als gäbe es außer der GroKo für uns nur das vermeintliche Schreckgespenst Rot-Rot-Grün. Mit einer starken SPD ist zum Beispiel auch eine Ampel denkbar. Wurde als Option völlig ignoriert im Wahlkampf. Ja, es ist keine Wunschkonstellation, aber in Rheinland-Pfalz hat man sich dafür auch zusammengerauft. Warum nicht auf Bundesebene?

Was wir an der Union immer kritisieren – dass sie sicherheitsbesessen ist, dass sie keine echte Progressivität hat – genau das praktizieren gerade unsere altvorderen „Experten“ in der Partei. Statt den Mut zu haben, mal ein neues Rezept auszuprobieren, kochen wir lieber wieder die gleiche ungenießbare Soße und beschweren uns danach darüber, wie bescheiden sie schmeckt.

Und überhaupt: Wer hat uns eigentlich den Floh ins Ohr gesetzt, dass wir jetzt die Proaktiven sein müssen? Sind wir die stärkste Partei? Es ist immer noch die Union, die regieren will. Die ach so autoritäre Angela Merkel hat es nicht geschafft, die Jamaika-Koalition zu schmieden. Das ist nicht unser Versagen. Union, FDP und Grüne haben die Sondierungen vergeigt, nicht wir!

Wenn ein Volker Bouffier sagt, wir dürften mit unseren 20 Prozent nicht 100 Prozent fordern – schön, dann halt nicht! Dann fordern wir nichts und lassen die Union mit ihrer machtbesessenen Kanzlerin auflaufen. Dann soll sie mal was tun für ihr Geld und in eine Minderheitsregierung gehen. Christian Lindner darf zu seinen Prinzipien stehen und nach Hause gehen, warum wir nicht?

Ich will nicht nächstes Jahr, wenn Landtags- und Bezirkstagswahlen sind, ständig am Wahlstand stehen und mir vorwerfen lassen, dass die SPD ein Haufen unglaubwürdiger Wendehälse ist, die bei jeder Machtoption sofort mit dem Finger schnippen und „HIER!“ rufen. Die Leute merken sich das, auch wenn wir in Bayern – der CSU sei Dank – etwas andere Verhältnisse haben. Wir sind hier Opposition gewohnt und das Thema GroKo schwimmt hier nur ganz knapp über Schwarz-Blau.

Opposition ist kein Mist und schon gar nicht der politische Untergang.

#flashbacksunday – Bundesparteitag in Dortmund

Von Marco Mauer & Alexander Neuber
KV Jusos Fürth-Stadt

Am Sonntag, den 25.07.2017, fand in der Westfalenhalle in Dortmund der außerordentliche Bundesparteitag der SPD statt, auf dem 600 Delegierte dazu aufgerufen waren, der SPD ein Programm für die Bundestagswahl im September zu geben. Da dieses Ereignis aus offensichtlichen Gründen von großer Bedeutung für den anstehenden Wahlkampf und hoffentlich die Zeit nach der Wahl ist, waren natürlich auch wir Jusos aus Mittelfranken als Gäste dort vertreten.

Direkt zu Beginn der Veranstaltung stellen die ersten Redner*innen – Manuela Schwesig, Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder und Johanna Uekermann – klar: Der nächste Bundeskanzler muss Martin Schulz heißen und dafür müssen wir als Sozialdemokrat*innen im Wahlkampf alles geben.

Als Martin anschließend die Halle betrat und von den 6.000 Gästen bejubelt wurde, konnten wir uns sicher sein, dass er das Vertrauen der Genoss*innen hat. Dies bestätigte sich ein weiteres Mal, als unser Programm für eine Regierung unter Martin einstimmig angenommen wurde.

#gerechtist …

Der Countdown läuft! Sonntag wird in Dortmund das Wahlprogramm der SPD beschlossen; der endgültige Startschuss für unseren Wahlkampf und für die Wende hin zu einem gerechteren Deutschland – unter Bundeskanzler Martin Schulz. Wir Jusos konnten im Programm viele wichtige Akzente setzen. Damit die in der Masse nicht untergehen, hat unser Bundesvorstand eine eigene Kampagne an den Start gebracht. Mit ihr wollen wir gerade Jung- und Erstwähler ansprechen und sie für unsere Ideen begeistern. Das große Schlagwort für den Juso-Wahlkampf heißt:

#gerechtist

Dieser Hashtag soll bewusst zum offenen Nachdenken anregen. Was ist für einen ganz persönlich gerecht? Wie soll, muss sich unsere Gesellschaft ändern, um auch weiter einen positiven Blick auf die Zukunft zu haben? Wir hätten da mal ein paar Vorschläge:

#gerechtist, wenn junge Menschen und ihre Belange endlich ernst genommen werden durch eine eigene Jugendpolitik
#gerechtist, wenn in Stadt und Land gleichwertige Lebensverhältnisse herrschen, zum Beispiel was die Internetversorgung angeht
#gerechtist eine gebührenfreie Bildung von der Kita bis zum Master an der Uni oder bis zum*r Meister*in im Betrieb, so dass nicht mehr der Geldbeutel oder die Herkunft der Eltern darüber entscheidet, was aus deiner Zukunft wird
#gerechtist, wenn auch Auszubildende und Student*innen sich eine gute Wohnung in guter Lage leisten können
#gerechtist, wenn jede*r Auszubildende eine Mindestvergütung auf BAföG-Höhe erhält
#gerechtist ein exakt gleicher Lohn für Männer und Frauen bei gleicher Beschäftigung
Und #gerechtist, wenn endlich einmal die Ehe für alle eingeführt wird! 

Es gibt noch viele weitere „Gerechtigkeiten“, die wir im Köcher haben, aber das Ganze soll ja kein Monolog werden. Entscheidend ist, dass wir in den Dialog kommen. Diese Kampagne ist dafür da, dass wir über sie reden, gerne auch mal streiten, und dass die jungen Menschen ihre Ideen einbringen. Wir freuen uns schon auf die kommenden Wochen und auf hoffentlich viele inspirierende Gespräche.

Noch ein letztes Wort, Johanna?

Landesparteitag in Schweinfurt – #resetBayernSPD

Am 20. und 21. Mai fand der 68. ordentliche Parteitag der BayernSPD statt. Neben der Antragsberatung wurde ein neuer Vorstand gewählt und Martin Schulz hielt eine fulminante Rede. Und wir Jusos Mittelfranken waren live dabei.

Sonntagmorgen in Schweinfurt: Der Saal, gefüllt mit 300 Delegierten sowie unzähligen Gästen und Pressevertreter*innen, tobt, als Martin Schulz seine Rede beginnt. Es ist der erste Auftritt des Kanzlerkandidaten nach den Niederlagen bei den Landtagswahlen in NRW und Schleswig-Holstein. Martin Schulz gibt sich kämpferisch. Er redet über soziale Gerechtigkeit und über seine Ziele, sollte er Ende September Kanzler werden. Eins ist klar – er hat noch lange nicht resigniert, er glaubt an den Wahlsieg. Und die BayernSPD ebenso. Geschlossen steht sie hinter dem Parteivorsitzenden. Seine Rede erntet großen Jubel, Beifall und Standing Ovations. Sie ist definitiv eines der Highlights des Landesparteitags.

Ein weiteres Highlight ist die Wahl des neuen Vorstands am Samstag. Die frühere Generalsekretärin Natascha Kohnen, die das vorangegangene Mitgliedervotum glasklar für sich gewonnen hatte, wurde souverän gewählt. Ihr Spitzenteam besteht aus dem neuen Generalsekretär Uli Grötsch sowie aus der Juso-Bundesvorsitzenden Johanna Uekermann, die zur Stellvertreterin gewählt wurde. Weitere Stellvertreter*innen sind Marietta Eder und Martin Burkert. Damit ist die Parteispitze der BayernSPD jünger und weiblicher geworden – eine der ersten Juso-Forderungen im Zuge des #resets der BayernSPD wurde damit direkt umgesetzt.

Auch die Antragsberatungen waren sehr spannend und für uns Jusos Mittelfranken höchst erfreulich. Der Parteitag hat sich gemäß unseres Antrag eindeutig gegen Werbung der Bundeswehr bei Jugendlichen und für den Stopp der Serie “Die Rekruten“ ausgesprochen. Unser Antrag für kostenfreien ÖPNV für alle Schüler*innen wurde für das Wahlprogramm für die Landtagswahl an den Landesvorstand und die Fraktion überwiesen. Auch viele weitere Juso-Anträge haben auf dem Parteitag eine Mehrheit gefunden – ein super erfolgreicher Tag!

 

Hannah Fischer
Stellv. Juso-Landesvorsitzende

Landeskonferenz 2017 – #resetBayernSPD

Samstag, 29. April, kurz vor 22 Uhr in München: Zahlreiche Grüppchen junger Leute, Menschen aus allen Teilen Bayerns und alle auf Party gestimmt, ziehen lässig über die Hackerbrücke Richtung Innenstadt. Ihr Grund zu feiern ist klar. Vor nicht mal zwei Stunden sind die Bayern wieder Deutscher Fußballmeister geworden… *prust* XD XD XD

Just kidding, es wurde natürlich der erste Tag der Juso-Landeskonferenz gefeiert. Das DGB-Haus lockte die Delegationen und Gäste in dieser Nacht u.a. mit Augustiner, Rum-Cola und dem für die Landeshauptstadt obligatorischen Gin Tonic. Egal, worauf die Wahl fiel: Verdient war das Afterwork-Getränk allemal. Da waren sich glaube ich alle einig.

Der Konferenztag zuvor hatte schließlich ein volles Paket an Anträgen bereitgehalten, und als ob das noch nicht genug wäre, liebe Freund*innen, gab es GRATIS obendrauf noch eine Runde Vorstandswahlen!! Mensch, ich muss bekloppt sein!! 🙂 Wahl und Antragsberatung gingen jedoch sehr effektiv und diszipliniert über die Bühne. Danke an der Stelle nochmal an das Präsidium und an alle Mitdelegierten für das konstruktive Miteinander.

Unsere 14-köpfige Delegation aus Mittelfranken hat bei all dem fleißig mitgemischt. Unsere vorgebrachten Anträge wurden alle mit oft einstimmigen Ergebnissen angenommen, zum Beispiel zur Absetzung der Bundeswehr-Webserie „Die Rekruten“. (Angesichts von Fällen wie Franco A. oder Pfullendorf – noch irgendwelche Fragen dazu?)

 

Und auch dieses Jahr sind wieder zwei Mitstreiter*innen aus Mittelfranken im Juso-Landesvorstand vertreten. Glückwunsch Hannah und Oguz zur Neu- bzw. Wiederwahl!! Und mindestens ein genauso großes DANKESCHÖN! an Yasemin, für fünf wirklich tolle Jahre im Landesvorstand. Dem Bezirksvorstand bleibst du ja Gott sei Dank noch ein Weilchen erhalten. 🙂

  

Ach ja, was war Sonntag? … Nach einer sehr kurzen Nacht ging der Spaß natürlich weiter und mit dem #resetBayernSPD sogar in die Verlängerung.

In mehreren Workshops haben wir inhaltliche und strukturelle Grundsätze für die „neue BayernSPD“ ausgearbeitet. Danach wurden sie im World Café brühwarm an die Bewerber*innen für den SPD-Landesvorsitz weitergegeben – zumindest an vier von ihnen. So manche*r Juso konnte zu diesem Zeitpunkt nur noch durch Energydrink-Spenden wachgehalten werden, aber die Mühe war es allen wert. Kohnen, Käser, Barthel, von Brunn: Sie alle zeigten großes Interesse und es entstanden lebhafte Debatten, aus denen die Bewerber*innen hoffentlich viele Juso-Impulse mitgenommen haben. Mensch kann also sagen, es war ein rundum schönes, produktives Wochenende in Minga. Bis zur Herbst-Lako! Freundschaft!

Anil Altun

Kooptiertes Mitglied im Vorstand (Landesvorstand der JSAG)

Sprecher für Schüler*innen und Auszubildendenangelegenheiten
Jahrgang 2000 aus Nürnberg
Beruf: Schüler
Politische Schwerpunkte: Integration und Migration, Bildungspolitik, Außenpolitik (v.a. Naher Osten)

Nicht nur meckern über die Probleme in unserer Gesellschaft, sondern lautstark und aktiv mitgestalten für eine gerechtere und solidarische Gesellschaft; das ist, was ich bei den Jusos und in der SPD erreichen möchte.