Dass Auschwitz nicht noch einmal sei

„Dass Auschwitz nicht noch einmal sei“ Theodor W. Adorno

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau befreit.Deshalb gedenken wir heute all jener, denen das Leben von den Nazis auf so brutale Weise genommen wurde.

Wir wollen diesen Tag aber auch als Mahnung sehen: Heute, nur 72 Jahre später, scheinen Rassismus und Ressentiments, Antisemitismus, Hass und Hetze wieder stärker zu werden. Wir dürfen nicht zulassen, dass eine laute Minderheit die große, aber oft schweigende Mehrheit von vernünftigen, weltoffenen und toleranten Menschen verdrängt.
Gerade an einem Tag wie heute müssen wir uns einmal mehr ins Gedächtnis rufen: Aufstehen. Mund aufmachen. Gegenhalten.
Lasst uns aus den Geschehnissen der Vergangenheit lernen und dafür sorgen, dass sie sich in Zukunft nie wieder wiederholen.
#weremember

Legalize it?!

Heute fand unsere Podiumsdiskussion zum Thema Cannabis-Legalisierung. Referent*innen waren:

  • Jan Wilhelm Ingensiep (Sozis für die Cannabis-Legalisierung)
  • Doris Salzmann (Mudra Nürnberg)
  • Dr. Horst Krömker (Bezirksrat der SPD und Neurologe)
  • Alex Götz (1. Vorsitzender vom Cannabis Social Club Nürnberg)

Die Veranstaltung war sehr gut besucht!

Auf dem Juso-Bundeskongress 2016!

Unsere mittelfränkische Delegation war für euch auf dem diesjährigen Bundeskongress 2016 in Dresden! Der #Buko16 stand unter dem Motto #farbebekennen. Wir hatten viele tolle Anträge. Der bayerische Antrag „Das Berufsbildungsgesetz besser machen!“ wurde von der Konferenz angenommen. Mit der Annahme wurden sinnvolle Forderungen unterstützt, die das Leben der Auszubildenen verbessert.

Daneben haben wir uns klar ausgesprochen, dass Fluchtursachen bekämpft werden müssen und nicht, dass der Weg nach Europa für Geflüchtete versperrt ist.

An dieser Stelle auch einen herzlichen Dank an Hannah. Sie hat uns prima im Präsidium vertreten. Vielen Dank!

Unsere Gedenkstättenfahrt nach Dachau

Von Samstag auf Sonntag hatten wir unsere Gedenkstättenfahrt nach Dachau. Wir übernachteten im Internationalen Jugendgästehaus in Dachau, wo auch das Max Mannheimer Studienzentrum untergebracht ist. In der Jugendherberge selbst wird Erinnerung groß geschrieben. Biographien sind ausgehangen und Zitate befinden sich auch in jedem Schlafraum. Cosmas Tanzer leitete das Seminar und den Gedenkstättenrundgang als Referent des Max Mannheimer Studienzentrums.

Cosmas kennen wir auch über den Juso-Landesvorstand. Hier an der Stelle nochmal vielen Dank an dich Cosmas für die tolle Leitung!

Am Samstag hatten wir Workshops zur Vorbereitung und beschäftigten uns intensiv mit den Biographien der Internierten. Namen statt Nummern stehen bei uns im Vordergrund.

Am nächsten Tag ging es schon um 9 Uhr los. Es war ein kalter und regnerischer Tag. Schwerpunkte waren ebenfalls hier die Biographien, sowie die Gruppe der politischen Häftlinge und die Medizinverbrechen in Dachau. Am Ende des Rundganges haben wir noch einen Kranz am internationalen Mahnmal niedergelegt. Durchnässt gingen wir wieder zur Jugendherberge und haben das Erlebte nachbesprochen.

Das Wochenende war ein Wochenende des Gedenkens, Lernens und des Auseinandersetzens mit der eigenen Geschichte.

Unseren kleinen Bericht möchten wir noch gern mit einem Zitat abschließen:

„Zivilcourage ist nicht nur das Gegenteil von Feigheit, sondern auch das Gegenteil von Lethargie und Schweigen. Zivilcourage widersteht der Resignation.“ Gabriele von Arnim

Anil Altun

Kooptiertes Mitglied im Vorstand (Landesvorstand der JSAG)

Sprecher für Schüler*innen und Auszubildendenangelegenheiten
Jahrgang 2000 aus Nürnberg
Beruf: Schüler
Politische Schwerpunkte: Integration und Migration, Bildungspolitik, Außenpolitik (v.a. Naher Osten)

Nicht nur meckern über die Probleme in unserer Gesellschaft, sondern lautstark und aktiv mitgestalten für eine gerechtere und solidarische Gesellschaft; das ist, was ich bei den Jusos und in der SPD erreichen möchte.

Hannah Fischer

Beratendes Mitglied (Stellv. Juso-Landesvorsitzende und kooptiert im Juso-Bundesvorstand)

Jahrgang 1984 aus Nürnberg
Politische Schwerpunkte: Gleichstellung, Bildungspolitik, Arbeitspolitik

Weil ich mich tagtäglich für eine freie, gerechte und solidarische Gesellschaft einsetzen will. Und weil ich mir eine Gesellschaft wünsche, in der die Gleichstellung der Geschlechter keine Utopie sondern gelebte Realität ist.

Oguz Akman

Beratendes Mitglied (Stellv. Juso-Landesvorsitzender)

Vorsitzender Juso-Unterbezirk Nürnberg
Beruf: Psychologiestudent
Politische Schwerpunkte: Innenpolitik mit Schwerpunkt Kampf gegen Rechts, Gleichstellung, Außenpolitik mit Schwerpunkt Naher Osten

Ich möchte durch mein Engagement zeigen, dass auch Deutsche mit ausländischen Wurzeln bereit sind, Verantwortung innerhalb der Gesellschaft zu übernehmen, um sich für ein gerechteres und solidarischeres Deutschland einzusetzen, in der es keine sozioökonomische Verlierer gibt.

Unsere Werte

Wir Jungsozialist*innen sind die Jugendorganisation der SPD, in der sich SchülerInnen, Auszubildende, junge Arbeitnehmer*innen und Student*innen im Alter von 14 bis 35 Jahre organisieren.

Wir Jusos sind mehr als eine bloße Nachwuchsorganisation unserer Partei. Wir wollen Zukunftsentwürfe entwickeln und offen mit unserer eigenen Generation darüber diskutieren, wie wir in Zukunft arbeiten und leben wollen. Dabei geht es uns vor allem darum, die Lebensbedingungen von Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien zu stärken.

Wir glauben nicht an die Allmacht der Parlamente und Regierungen. Wichtig ist daher der gesellschaftliche Druck und das gesellschaftliche Engagement in den Schulen, Hochschulen, Betrieben und auf der Straße. Demokratie muss lebendig sein. Deshalb engagieren wir uns bei den Jusos.

Darum geht’s

Wir wollen, dass jschen Geseder Mensch die Möglichkeit hat, sich in einer solidariellschaft zu verwirklichen – und dies unabhängig von sozialer Herkunft, Hautfarbe, Nation, Geschlecht, Weltanschauung oder sexueller Orientierung. Unser gemeinsames Ziel ist eine Gesellschaft, in der nicht die Profite, sondern die Menschen darüber entscheiden, was geschieht.

Bildung und Zukunft

Wir wollen gleiche Bildungschancen für alle. Meist entscheidet die finanzielle Situation der Eltern darüber, welche Schullaufbahn, welchen Schulabschluss und welchen Beruf letztlich ein junger Mensch ergreifen kann. Wir meinen, dass Chancen niemals vom Geldbeutel der Eltern abhängen dürfen. Jede*r Jugendliche muss seinen Bildungsweg selbst bestimmen können und darf dabei nicht an finanziellen Hürden scheitern. Konkret ist dies über gemeinsames Lernen bis zur 6. Klasse, über Gesamtschulen, über den freien Zugang zu Hochschulen sowie über lebensbegleitendes Lernen zu erreichen.

Arbeit und Ausbildung

Wir finden, dass Arbeitsplätze im Grundsatz dort entstehen müssen, wo die Menschen sind – und nicht umgekehrt. Deshalb sind wir für eine Umlagefinanzierung. Betriebe, die nicht ausbilden wollen, sollen in einen Solidartopf einzahlen, mit dem die Betriebe gefördert werden, die Ausbildungsplätze bereitstellen. Auch mit der Massenarbeitslosigkeit finden wir uns nicht ab: Wir müssen Arbeit statt Arbeitsplätze finanzieren. Arbeitszeitverkürzung, Überstundenabbau und öffentliche Investitionen in zukunftsfähige Branchen sind unsere Vorschläge für eine Politik, die sich Vollbeschäftigung zum Ziel setzt.

Armut und Reichtum

Deutschland ist arm und reich zugleich. Das private Vermögen in der BRD ist so groß wie noch nie zuvor. Leider merken davon nur wenige etwas, denn das Geld ist ungerecht verteilt: Ganze 10 Prozent der Gesellschaft verfügen über 85 Prozent des privaten Reichtums. Jeder zweite Einkommensmillionär zahlt aber keine Mark Steuern. Damit muss Schluss sein: Wer viel hat, soll auch mehr Steuern bezahlen! Deshalb treten wir für die Wiedereinführung der Vermögenssteuer ein.

Toleranz und Solidarität

Auch in Bayern trifft man häufig auf Intoleranz und Egoismus, besonders gegenüber Ausländer und Geflüchteten. Gefährlich sind dabei nicht nur die pöbelnden Rechtsradikalen oder die Engstirnigkeit einiger unserer Mitbürger*innen, sondern auch die entwürdigende Behandlung von Geflüchteten durch Staat und viele Parteien. Wir treten Rechtsextremismus und Intoleranz überall in der Gesellschaft entschieden gegenüber und streiten für ein weltoffenes und tolerantes Deutschland.

Sozialstaat

Der „Sozialstaat“ ist die Grundlage für Chancengleichheit und freies, selbstbestimmtes Leben. Wer ihn kaputt sparen will, schafft Ungerechtigkeit.

Frieden

Die Lehren aus der Vergangenheit sagen uns: Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts. Niemand kann in Frieden leben, wenn immer noch Waffenexporte zulässig sind. Aber auch eine gerechte Weltwirtschaftsordnung ist Grundlage für ein friedliches Zusammenleben aller Völker. Wir müssen schon im Vorfeld Probleme angehen. Bomben nützen nichts, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.

Wo, wenn nicht hier?

Ihr seht, unsere Vorstellungen von einer veränderten Gesellschaft gehen weiter als viele Entwürfe der SPD. Trotzdem sind wir Jusos Mitglieder in der SPD, denn wir wollen als linke Arbeitsgemeinschaft die SPD verändern. Denn alle politischen Fragen der letzten Jahre haben gezeigt: Immer hat sich in der SPD entschieden, wie solidarisch die Politik unserer Gesellschaft gestaltet war. Der Einsatz für fortschrittliche Politik war und ist also immer auch eine Auseinandersetzung um die Richtung der SPD-Politik. Und wo kann dieser Kampf um die SPD effektiver geführt werden als in der SPD selbst ?

Wann, wenn nicht jetzt?

In der Politik geht es uns um die Herstellung von Gerechtigkeit. Dabei spielen auch unterschiedliche Interessen eine wichtige Rolle. Ob berechtigte oder unberechtigte Interessen durchgesetzt werden, hängt davon ab, wie viele sich dafür einsetzen. Konkret: Wie viele ihren Hintern hochbringen, auf die Straße gehen, sich auf Versammlungen, in Schule oder Betrieb für Veränderungen einsetzen. Wie Jusos wollen nicht einfach nur regiert werden; wir wollen mitbestimmen, unter welchen Bedingungen wir in Zukunft einmal leben und arbeiten werden. Wer soll denn etwas ändern, wenn nicht wir? Und wann, wenn nicht jetzt ?

Wer, wenn nicht Du?

Jusos arbeiten in der SPD und in verschiedenen gesellschaftlichen Organisationen aktiv mit. Mitmachen kann bei uns aber jede und jeder, unabhängig davon, ob ihr SPD-Mitglied werden wollt oder nicht!

Wichtig ist, dass wir gemeinsam etwas verändern.